Kann der Mähroboter hohes Gras mähen?

Kann der Mähroboter hohes Gras mähen

Trockene Sommermonate, nasser Herbst – und das Gras wächst. Schneidet ein Mähroboter hohes Gras? Welche Rasenschnitthöhe und Ausstattungsmerkmale sind bedeutend? Hier erfährst du, wann du mähen solltest.

Das Gras im Garten wächst im gesamten Jahr. Manchmal schneller, manchmal langsamer. Es gibt einige Momente, in denen einem das Gras über den Kopf wächst.

Vor allem nach langen Regenperioden, wenn du gerade im Urlaub bist oder am Beginn der Mähsaison kann es schon mal passieren, dass die Grashalme plötzlich sprießen, als gebe es kein Morgen.

Aber wie ist das dann eigentlich? Kann ein Mähroboter hohes Gras mähen oder muss man die Grashalme in so einem Fall erst mal manuell kürzen?

Wie verhält es sich mit Obstwiesen? Schafft ein automatischer Rasenmähroboter solche hohen Grasflächen?

Das und vieles mehr beantworten wir dir in diesem Beitrag. Wir klären eindeutig, ob ein Roboter hohes Gras mähen kann und worauf es dabei ankommt. Wir sehen uns auch an, worauf es beim Rasenmähen im Jahresverlauf ankommt.

Wie hoch ist die ideale Rasenhöhe?

Hohes Gras stellt Rasenmähroboter vor Herausforderungen. Aber ebenso ist zu kurz geschnittenes Gras problematisch. Das gilt speziell bei einem Schattenrasen unterhalb von Bäumen. Wie hoch ist die ideale Rasenschnittlänge?

Der Verwendungszweck bestimmt, welche Grashöhe in Ordnung ist. Schattenrasen ist etwas länger im Wuchs als Zierrasen. Das ist wichtig, weil längere Grashalme den Rasen unempfindlich machen und ihn schützen. Durch weniger Sonnenlicht ist er grundsätzlich schon etwas empfindlicher.

Längere Grashalme verhindert zudem Unkraut. Daher sind fünf Zentimeter Schnitthöhe bei einem Schattenrasen angemessen.

Anders ist es bei Zierrasen. Er wird vorwiegend aus ästhetischen Gründen gesät und kaum betreten. Deshalb genügen hier kurze Grashalme mit einer Länge von zwei oder drei Zentimetern.

Der klassische Nutzrasen rund ums Einfamilienhaus wird ordentlich beansprucht. Darauf toben Kinder, laufen Haustiere und du legst dich mit dem Liegestuhl in die Sonne. Deshalb solltest du den Nutzrasen etwas länger stehenlassen. Ein Maß von drei bis maximal fünf Zentimeter ist die ideale Rasenhöhe.

Warum lässt sich hohes Gras nicht immer vermeiden?

Hohes Gras ist oftmals eine Herausforderung für Rasenmähroboter. Dabei sind längere Halme unvermeidlich. Der Rasen wächst üblicherweise an den Kanten der Grünfläche besonders hoch.

Deine persönliche Abwesenheit spielt ebenso eine Rolle. Die Grashalme wuchern zügig in die Höhe, sobald das Mähen ausbleibt. Etwa dann, wenn du im Urlaub oder Krankenhaus bist und keinen Rasenroboter mit automatischem Mähplan hast.

Dabei spielt auch die Sorte des Rasens eine Rolle. Du weißt, dass Schattenrasen generell längere Halme braucht als ein Zierrasen. Es besteht aber keine Verpflichtung, Zier- und Nutzrasen kurzzuhalten.

Du kannst sie im vollen Bewusstsein länger stehen lassen. Das trägt beispielsweise zur Artenvielfalt bei. Denn eine Wiese ist prinzipiell das Heim zahlreicher Insekten.

Warum sind lange Grashalme ein Problem für Mähroboter?

Für einen Mähroboter ist hohes Gras teilweise kaum zu bewältigen. Das betrifft speziell die besonders langen Halme. Der Roboter rückt sie lediglich platt, statt sie zu schneiden.

Automatische Rasenmähroboter nutzen Sensoren. Sie erfassen das Gras optisch. Das ist praktisch – und problematisch zugleich. Sobald die Technik die Grashalme nicht korrekt erkennt, bleibt das Mähen aus.

Nicht zuletzt ist alles eine Frage des Modells. Manche Mähroboter sind für kürzere Halme ausgelegt. Dagegen eignen sich andere Ausführungen für längere Gräser.

In jedem Fall gilt: Kommt der Mähroboter nicht zurecht, musst du nachhelfen. Hierfür eignen sich klassische Rasenmäher ebenso wie gezielt eingesetzte Rasentrimmer.

Sobald du den Rasen manuell in Form gebracht hast, kann der Roboter etwa zwei Tage danach mit seiner Arbeit starten. Stimme auch die Gießzeiten des Rasens auf den Mähroboter ab.

Lasse immer ein Teil des Rasens für Insekten stehen. Der Mähroboter sorgt für dermaßen niedrige Schnitte, dass weder Klee noch andere Blumen blühen können. Dadurch verstärkst du das Insektensterben!

Insekten sind auf Wildblumen angewiesen. Sie gehen kaum an typische Beet- und Topfpflanzen wie Hortensien, Rhododendren und Ähnliches. Diese Zierpflanzen bieten einfach viel zu wenig Nektar und Pollen.

Wie hoch darf das Gras für einen Mähroboter sein?

Um das herauszufinden, musst du auf die Schnitthöhe des Mähroboters beachten. Sie liegt je nach Modell zwischen 20 und 100 Millimetern. Wie hoch das Gras maximal sein darf, hängt also ganz stark vom Hersteller und jeweiligem Modell ab.

Fix ist aber, dass höherer Rasen nicht für jeden Robotertyp mähbar ist – die Schnittlängen sind vom Modell und Hersteller abhängig. Die gewünschte Gras-Schnitthöhe ist beim Rasenmähroboter veränderbar. Einige Ausführungen erlauben eine präzise Steuerung via Hebel direkt am Gerät. Andere nutzen ein modernes Display für diese Einstellungen.

Die Wahl des passenden Mähroboters ist deswegen wichtig. Schnittlängen zwischen anderthalb und sechs Zentimetern sind für höhere Grashalme auf einem Zierrasen optimal. Im Gegensatz dazu kommen für Schattenrasen Längen von höchstens zehn Zentimetern infrage.

Die Mulchmenge beachten

Vergiss bei alldem das Mulchen nicht! Neben der Gras-Schnitthöhe ist ebenso das Mulchen relevant. Obwohl viele Rasenroboter lange Grashalme problemlos schneiden, bleibt natürlich Grasschnitt zurück.

Je länger die Grashalme waren, desto mehr Mulch bildet sich. Grundsätzlich tut Mulch dem Rasen sehr gut, er versorgt die Wurzeln mit Nährstoffen und verhindert, dass das Gras austrocknet.

Wer einen Mähroboter hat, muss sein Gras also viel seltener düngen als jemand, der einen klassischen Mähroboter verwendet.

Das Problem dabei ist nur, dass zu viel Mulch dem Rasen schaden kann. Das Anhäufen von Rasenschnitt auf den Rasenwurzeln führt dazu, dass die Fläche schlechter belüftet wird. Die Wurzeln bekommen zudem zu wenig Licht ab und beginnen abzusterben.

Wenn dein Rasenroboter hohes Gras mähen kann, dann schnapp dir einen Rechen und entsorgte einen Teil des Schnitts am Komposthaufen oder in der Bio-Tonne.

Ein tolles Video rund um die Rasenpflege kannst du hier finden

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Mehr Informationen

Welche Ausstattungsmerkmale braucht der Roboter für das Mähen von hohen Wiesen?

Du hast einen hochwachsenden Rasen und hoffst, der Rasenroboter löst das Problem für dich? Dann gilt es, das richtige Modell auszuwählen. Damit der Mähroboter hohes Gras mühelos kürzt, braucht er die passende Ausstattung. Das betrifft das Mähdeck ebenso wie die Räder und den Akku.

Pendelnd aufgehängtes Mähdeck

Das Mähdeck bezeichnet prinzipiell das Gehäuse mit den Messern. Der Wiesenboden verläuft selten einen geradlinigen oder ebenen Verlauf.

Durch die natürlichen Unebenheiten im Boden steigt das Risiko eines unregelmäßigen Schnitts. Dagegen hilft ein pendelndes (schwimmendes) Mähwerk. Das sorgt durch die schwingenden Merkmale für einen ebenmäßigen Rasenschnitt.

Mehr Infos findest du hier: „Das musst du über schwimmende Mähdecks wissen!“

Geländegängige Räder

Du brauchst einen geländetauglichen Roboter, sobald du hohes Gras mähen möchtest. Die Roboterräder nehmen Schlüsselpositionen in diesem Punkt ein. Sind geländegängige Räder verbaut, verhinderst du ein Festfahren des Mähgeräts. Zugleich kommt der Mähroboter bei feuchter Witterung voran.

Dafür gibt es übrigens spezielle Mähroboter für unebenes Gelände.

Auch im Herbst sind Modelle für das Gelände besser geeignet, weil sie sich nicht von Laub auf der Wiese irritieren lassen und es einfach kleinhäkseln.

Sternmesser für Laub und Obst

Ein robustes Messer ist unerlässlich, sobald mehr als höherer Rasen zu mähen ist. Herbstlaub oder Fallobst verkanten bei einem Roboter mit Messerteller. Damit das nicht passiert, lohnt sich ein Rasenroboter mit Sternmesser.

Er zerkleinert zuverlässig Laubblätter und Obst. Achte generell darauf, derartige Hindernisse vorher zu beseitigen. Das schont den Mähroboter selbst und seine Klingen bleiben lange scharf.

Ausreichende Akkulaufzeit

Die Leistung des Akkus ist für einen gleichmäßigen Schnitt des Rasens wichtig. Das spielt besonders auf großflächigen Wiesen eine Rolle. Achte auf eine angemessen ausgelegte Leistungsabgabe! Das Modell fährt im Idealfall weniger oft zum Laden zur Station zurück und ist damit auch schneller fertig mit mähen.

Wie oft muss ein Mähroboter hohes Gras mähen?

Für Rasenmähroboter sind die zeitlichen Intervalle beim Mähen von hohem Gras wesentlich. Lass den Mähroboter jeden zweiten bis dritten Tag die Halme schneiden! Dadurch bekommst du gleichmäßige Ergebnisse und die Wiese wird erst gar nicht so hoch.

Gängige Mähroboter bieten dir in dem Punkt eine praktische Mulchfunktion an. Sie fördert einen optimalen Schnitt. Das Mulchen sorgt dafür, dass der Roboter die Spitzen abschneidet. Diese verrotten auf der Wiese – und dienen als Dünger. Zudem halten sie die Wurzeln der verbleibenden Grashalme feucht.

Der sonst übliche Grasschnitt entfällt durch die kurzen Halmspitzen. Zusätzlich sorgt die Mulchfunktion für eine optimierte Nährstoffversorgung der Wiese. Das spart dir den Düngereinsatz.

Automatisiertes Mulchen bringt allerdings ebenso Nachteile mit sich. Das ist speziell bei hohem Gras der Fall. Der Roboter schneidet bei sehr hohen Grashalmen mehr als die kurzen Halmspitzen ab.

Bleiben längere Halme liegen, dauert das Verrotten länger. Das schadet der Wiese. Die Belüftung ist unzureichend, bis endlich alles verrottet ist. Dadurch sammelt sich vermehrt Feuchtigkeit und die Nährstoffversorgung leidet.

Wenn du Pech hast, verfault dadurch das Gras. Das ist unschön und ungesund für deinen Rasen. Deshalb ist ein Rasenschnitt an jedem zweiten oder dritten Tag üblich und empfehlenswert. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel.

Höhe des Rasens an die Jahreszeit anpassen

Ist es im Sommer heiß und trocken, birgt das vermehrte Rasenmähen Risiken. Hier ist es ratsamer, die Halme länger stehenzulassen. Die kurzen Schnittintervalle verstärken ansonsten das Austrocknen der Erde. Zugleich wächst das Gras in den welken Zeiten ohnehin langsamer als sonst.

Ein weiterer Einflussfaktor ist das Frühjahr. Nach dem Winter steht das Gras normalerweise höher. Dadurch lohnt es sich eher, den ersten Grasschnitt mit dem klassischen Rasenmäher vorzunehmen. Sobald die gewünschte Grasschnittlänge erreicht ist, übernimmt der Roboter die Arbeit. Dann genügt ein Schnitt alle zwei, drei Tage.

Die Mulchfunktion des Mähroboters ist überwiegend praktisch. Dennoch kommt es im Herbst hauptsächlich auf scharfe Messer an. Sie helfen dir, das Herbstlaub zu bewältigen. Sternmesser sind hierbei die geeignete Wahl für den herbstlichen Rasenschnitt.

Gibt es Mähroboter für Blumen- und Obstwiesen?

Ein Mähroboter besitzt normalerweise einen Messerteller. Der ist für eine Obstwiese kaum geeignet. Speziell in den Herbstmonaten hat der Roboter Schwierigkeiten durch herabfallendes Obst und Laubblätter.

Ein Mähroboter für hohes Gras leistet im Idealfall ebenfalls auf Obstwiesen gute Arbeit. Dafür braucht er aber Sternmesser. Solche Messer sind deutlich robuster konstruiert. Dadurch kommen sie mit dem Fallobst eher zurecht als herkömmliche Messer. Vermeide Hindernisse, wie Obst oder Laub, beim automatisierten Mähen besser.

Unser Fazit

Moderne Rasenroboter schneiden hohes Gras effizient und zuverlässig. Dabei kann nicht jeder Mähroboter hohes Gras mühelos bewältigen. Ein guter Roboter nutzt ein robustes Sternmesser für Obstwiesen.

Zusätzlich hilft dir ein pendelndes Mähwerk bei Unebenheiten. Räder für feuchtes, abschüssiges Gelände und ein starker Akku sind ebenso nützlich. Damit der Rasenroboter lange Grashalme schafft, zählen also die Details.

Vermeide Fallobst, Laub, das Mähen bei Regenwetter sowie einen zu kurzen Schnitt im Sommer. Dann gelingt dir die Rasenpflege zuverlässig im ganzen Jahr.

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