Wie kann ich eine Rasenfläche berechnen?

Rasenfläche berechnen

Du möchtest deine Rasenfläche berechnen, weil du dir einen passenden Mähroboter zulegen möchtest? Das ist kein Hexenwerk und schon in wenigen Minuten erledigt. Wir zeigen dir heute, wie du die Fläche deiner Grünfläche ausrechnen kannst!

Ein Mähroboter ist ein idealer Helfer, der das regelmäßige Mähen des Rasens eigenständig übernimmt. Die Auswahl ist inzwischen wirklich riesig. Vom Rasenroboter für 100 m² bis hin zum Gerät, das 5000 m² mähen kann, gibt es alles, was das Herz begehrt.

Es gibt sie für Hänge, für ebene Flächen, mit verschiedenen Features und Besonderheiten. Und natürlich gibt es sehr viele Hersteller.

Doch welche Mähroboter kommen in deine engere Auswahl und für welchen entscheidest du dich am Ende?

Damit du den besten Mähroboter für dich finden kannst, musst du aber wissen, wie viel Leistung das Modell mitbringen muss. Und dafür musst du die Größe deiner Grünfläche kennen.

Wie das geht und wie du mit Google Maps deine Rasenfläche berechnen kannst, das zeigen wir dir jetzt!

Warum muss ich die Mähroboter Rasenfläche berechnen?

Mähroboter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen für praktisch jede Grünfläche. Die kleinsten Ausführungen sind für Flächen zwischen 50 bis zu 250 Quadratmeter ideal. Große Modelle sind auf Grünflächen mit bis zu 30.000 Quadratmetern ausgelegt. Doch diese Dimensionen sind nicht für jeden sinnvoll und eher für Parkanlagen oder auch Golfplätze gedacht.

Welcher Mähroboter ist nun für deinen Garten geeignet?

Grundsätzlich sind die Angaben zur Rasenfläche Maximalwerte. Du kannst also ohne Probleme auch ein größeres Modell für einen kleineren Garten einsetzen.

Am Ende ist es immer eine Frage des Preises, denn mit zunehmender Leistung steigt auch der Preis für das jeweilige Gerät.

Entscheidest du dich für ein Modell, das eigentlich für 500 m² ausgelegt ist, aber du hast eigentlich 800 m² zu mähen, dann wird der Roboter die Fläche nicht schaffen. Ein Teil des Gartens wird ungepflegt bleiben.

Spätestens jetzt wird klar, warum du die Rasenfläche berechnen solltest, bevor du dich in ein Rasenroboter Modell verliebst. Anbieter von Mährobotern haben für so ziemlich jede Rasenfläche das passende Gerät parat. Sie bieten für unterschiedliche Größen die passenden Geräte an.

Wenn du für deinen Mähroboter die Rasenfläche berechnen möchtest, musst du wissen, dass sie Hersteller an den durchschnittlichen Größen von Gärten orientieren. Das bedeutet, dass die Anzahl der Modelle mit zunehmender Gartengröße immer überschaubarer wird.

Die größte Auswahl gibt es für Grünflächen mit rund 500 qm.

Schau doch mal hier vorbei:

Warum die max. Flächenleistung des Roboters nicht immer die beste Wahl ist

Bei allen Geräten sind Angaben zur maximalen Flächenleistung leicht zu finden. Doch was bedeuten diese Angaben und wie kannst du diese in Bezug auf die Maximalleistung bewerten?

Hersteller von Mährobotern sind sich darüber einig, dass die Angaben zur maximalen Flächenleistung für Idealbedingungen gelten.

Wenn dein Mähroboter für 500 m² ausgelegt ist, dann kann er damit eine Fläche mähen, die:

  • eben ist und keine Steigungen aufweist,
  • keine Hindernisse wie Blumenbeete oder Korridore hat,
  • quadratisch bis maximal rechteckig ausgelegt ist.

Natürlich gibt es einen solch perfekten Garten eher selten. Deshalb solltest du bei den Herstellerangaben immer eine gewisse Toleranz berücksichtigen.

Sollte dein Garten aber Blumenbeete, Bäume, Korridore, Verbindungsgänge und vieles mehr haben, dann ist es in den meisten Fällen sinnvoll ein stärkeres Gerät auszuwählen. In deinem Fall wäre das ein Rasenroboter, der mindestens 600 m² mähen kann.

Erfahrungen zeigen, dass für ein komplexes Gelände bis zu 30 % berücksichtigt werden sollten. Für Steigungen und Gefälle sind von der Flächenleistung noch einmal bis zu 20 % abzuziehen. Gibt es viele Hindernisse, dann solltest du nochmals bis zu 30 % abziehen.

Da kein Garten identisch mit dem anderen ist, sind all diese Angaben nur grobe Richtwerte. Doch vor der Kaufentscheidung heißt es immer: Rasenfläche berechnen und die jeweiligen Faktoren für Hindernisse, Steigungen und Rasensorte im Hinterkopf behalten – und im Zweifelsfall lieber etwas großzügiger kalkulieren.

Schau mal hier: „So berechnest du die Steigung eines Hanges

Wie du die Rasenfläche berechnen kannst, erfährst du gleich. Zuerst noch etwas über die Grundlagen.

Das sagt die Tagesleistung des Robotermähers aus

Mähroboter sind, je nach Modell, für eine bestimmte Tagesleistung ausgelegt. Neben der Größe der Grünfläche ist das ein weiterer Faktor, der für deine Kaufentscheidung wichtig ist.

Je nach Modell gibt es hier auch gewisse Einschränkungen bei der maximalen Anzahl von Stunden, die der Mähroboter pro Tag aktiv sein kann. Schließlich muss er ja immer wieder seinen Akku aufladen.

Je größer der Garten ist, umso mehr Zeit bzw. Arbeitszyklen benötigt der Mähroboter, um die gesamte Fläche abzuarbeiten. Gelegentlich werden hier Pausen eingelegt, in denen der Mähroboter zur Ladestation zurückkehrt und aufgeladen wird.

Dieser Faktor spricht eher für ein größer dimensioniertes Gerät, das weniger Pausen einlegen muss. Diese Modelle haben oft eine größere Schnittbreite und einen stärker dimensionierten Akku.

Ideal, um die Grünfläche in weniger Durchgängen zu pflegen. Ein kleineres Gerät benötigt hier einfach länger, um eine größere Fläche abzuarbeiten.

Letztlich solltest du abwägen, was dir wichtig ist und wie du den Garten und die Rasenfläche nutzen möchtest.

In klassischen Gärten wird ein Mähroboter üblicherweise rund 40 Stunden pro Woche tätig sein. In der Nacht sollte ein Mähroboter nicht eingesetzt werden. Er ist zwar leise und stört nicht, doch es gibt nachtaktive Tiere, die bei der nächtlichen Nutzung möglicherweise in Gefahr gebracht werden.

Mit welcher Formel kann man die Flächenleistung des Mähroboters berechnen?

Schauen wir uns jetzt die Berechnung der Flächenleistung eines Mähroboters genauer an. Um die tatsächliche Flächenleistung (tFl) zu berechnen, brauchst du zuerst die Flächenleistung des Mähroboters gemäß Herstellerangaben (FlH).

Diese Angabe mit der geplanten wöchentlichen Einsatzzeit (Ez) multipliziert und durch die Einsatzzeit laut Hersteller (EzH) dividiert. Das Ergebnis ist die tatsächliche Flächenleistung (tFl) des Mähroboters pro Woche.

Daraus ergibt sich diese Formel:

FlH x Ez / EzH = tFl

Klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas kompliziert, doch folgende Beispielrechnung verdeutlicht das Prinzip.

Laut Herstellerangaben hat das Gerät, eine Flächenleistung von 1.250 Quadratmetern. Zusätzlich gibt der Hersteller an, dass diese Fläche in 120 Stunden gemäht wird.

Nun möchtest du das Gerät 40 Stunden pro Woche einsetzen. So bleibt genug Zeit, damit du mit deiner Familie den Garten nutzen kannst. Jetzt übertrage diese Werte auf die Formel:

1.250 qm x 40 h / 120 h = 417 qm

Ist dein Garten jedoch deutlich größer, hat mehr Hindernisse oder gibt es innerhalb des Gartens Steigungen?

Wenn ja, dann solltest du auf ein größeres Modell setzen, dass entsprechend leistungsstärker ist und genügend Reserven besitzt, um zuverlässig zu arbeiten.

Wie kann man die Rasenfläche mit Google Maps berechnen?

Genau genommen ist es einfach, die Rasenfläche zu berechnen – eine Methode ist weniger als 5 Minuten erledigt. Aber es gibt auch noch eine zweite Möglichkeiten, mit der du die Rasenfläche berechnen kannst.

Lass uns zuerst die einfache Methode ansehen – so hilft dir Google Maps beim Bestimmen der Grünfläche:

Hier die einzelnen Schritte mit Google Maps:

  1. Suche als Erstes deine Adresse in Google Maps.
  2. Wechsle zur Satellitenansicht.
  3. Vergrößere dein Grundstück so groß, wie es geht.
  4. Mittels Rechtsklick auf der Maus bekommst du eine Auswahl – wähle hier Entfernung messen.
  5. Setze den ersten Messpunkt auf eine Ecke der Fläche.
  6. Danach setze so viele Punkte wie nötig.
  7. Am Ende wird dir die Gesamtfläche unten rechts in einem Kästchen angezeigt. Hier kannst du auch schon etwa erkennen, wie viel Begrenzungsdraht du benötigen wirst.
Google Maps Fläche berechnen
Screenshot Google Maps

Wie kann ich ohne Google Maps meine Rasenfläche berechnen?

Natürlich geht es auch auf die eine andere Art und Weise. Du benötigst dafür weder einen Laptop noch Internet.

  1. Zerlege die zu mähende Grünfläche in einzelne Bereiche, wie Rechtecke, Dreiecke, Kreisflächen, Halbkreisflächen etc.
  2. Mache eine Skizze davon.
  3. Miss die einzelnen Flächen ab, berechne die Fläche.
  4. Addiere die Flächen.

Du kannst dir auch hier diesen Online Rechner für die Flächenberechnung zu Nutze machen.

Am Ende hast du eine recht genaue Berechnung der Gesamtfläche deines Gartens. Es reicht, wenn die Berechnung grob erfolgt – sie muss nicht auf den Quadratmeter genau sein.

Wichtige Begriffe, die du beim Berechnen der Grünfläche benötigst

Wenn du tiefer in die Welt der Rasenroboter eintauchst, wirst du über ein paar Begriffe stolpern. Damit du dich im Dschungel aus Worten noch zurechtfinden kannst, helfen wir dir hier mit einem kleinen Lexikon aus:

  • Max. Betriebsstunden: Diese Zahl sagt aus, wie lange du den Mähroboter am Tag/in der Woche maximal nützen kannst. Hier werden die Ladezeiten abgezogen, die der Roboter benötigt, um seine Akkus wieder aufzuladen.
  • Mähzyklus: Das ist jene Zeit, in der der Roboter den gesamten Rasen ein Mal mähen kann.
  • Schnittbreite: Je größer die Schnittbreite ausfällt, desto schneller ist der Roboter fertig. Das heißt für dich: Je größer deine Grünfläche ausfällt, desto größer sollte auch die Schnittbreite sein.
  • Max. Laufzeit: Dieser Wert bezieht sich auf die Akku-Laufzeit des Roboters. So lange kann er mähen, bevor er zurück zur Station muss und seine Akkus wieder laden muss. Je stärker der Akku ausfällt, desto seltener muss er geladen werden und desto schneller ist die Fläche gemäht.
  • Mähgeschwindigkeit: Einige Hersteller geben die Geschwindigkeit des Roboters in km/h an. Dabei handelt es sich aber immer nur um einen Richtwert. Gemessen wird die Geschwindigkeit auf Flächen ohne Hindernisse und Steigungen.

Unser Fazit

Für die Berechnung der Rasenfläche musst du kein Mathe-Genie sein. Google Maps hilft dir, die Fläche rasch zu erfassen und übernimmt sogar das Rechnen für dich.

Vor dem Kauf eines Mähroboters solltest du dir genau überlegen, wie leistungsstark das Gerät sein sollte. Berechne die Fläche, überlege, wann die besten Mähzeiten sind, beachte Steigungen und Gefälle und halte nach Hindernissen Ausschau. Mit der Formel aus diesem Beitrag, den Herstellerangaben und deinen Messergebnissen bist du in der Lage, eine gute Kaufentscheidung zu treffen.

Viel Spaß mit deinem neuen Gartenhelfer!

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