Deshalb braucht dein Wischroboter destilliertes Wasser! (2022)

Wischroboter destilliertes Wasser

Muss man für den Wischroboter destilliertes Wasser verwenden? Bringt das wirklich Vorteile? Du findest hier alle Informationen, die du schon immer darüber wissen wolltest!

Du hast dir also einen Wischroboter zugelegt? Dazu kann ich nur sagen: Gute Entscheidung! Er wird dir helfen, den Haushalt rascher zu erledigen und mehr Freizeit zu haben.

Schon vor der ersten Verwendung stellt sich aber die Frage: Was muss ich eigentlich in den Roboterwischer füllen?  Ist Leitungswasser besser oder muss in den Wischroboter destilliertes Wasser?

Ich habe mich für dich schlau gemacht und hier alles gesammelt, was du darüber wissen musst!

Was ist destilliertes Wasser?

Die Destillation ist ein chemischer Prozess, bei dem Flüssigkeiten verdampfen und danach kondensieren. Dadurch ist destilliertes Wasser vollkommen schadstofffrei.

Wenn du klassisches Leitungswasser destillierst, entziehst du ihm Ionen, Spurenelemente und Verschmutzungen. Du erhältst chemisch reines H₂O, das beim Putzen, Bügeln oder im Luftbefeuchter zum Einsatz kommt.

Kalk ist verpönt, er lagert sich als weiße Schicht an Geräten, in Gläsern und Kochtöpfen ab. Beim Dampfbügeleisen kann es sogar passieren, dass der Kalk über die Düsen auf der frisch gewaschenen Kleidung landet. Mehr als ärgerlich!

Trinken solltest du destilliertes Wasser übrigens nur in kleinen Mengen. Es kann dem Körper wichtige Elektrolyte entziehen. Auch Kalzium, Eisen, Kalium und andere Mineralstoffe nehmen wir normalerweise unter anderem über das Trinkwasser auf – in destilliertem Wasser fehlen sie.

Du kannst natürlich dienen Kaffee mit dem gereinigtem Wasser aufbrühen, um den Geschmack nicht zu verfälschen. Dein Trinkwasser solltest du jedoch nicht dadurch ersetzen.

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Warum muss ich für den Wischroboter destilliertes Wasser verwenden?

Der große Vorteil von destilliertem Wasser ist, dass es keinen Kalk mehr enthält. Dadurch bleiben auf Oberflächen keine Kalkflecken zurück. Aber auch Geräte wie Bügeleisen, Wischroboter und Co verkalken nicht so schnell.

Greifst du zu Leitungswasser, verteilt der Wischroboter die Verunreinigungen aus dem Wasser auf dem Boden. Bei sehr kalkhaltigem Wasser (auch hartes Wasser genannt) empfehlen wir dir daher zu destilliertem Wasser zu greifen. Es ist frei von Verunreinigungen, was Kalkflecken auf dem Boden vorbeugt.

Aber auch im Inneren des Roboters macht sich der Kalk bemerkbar. Die kleine Pumpe und die Schläuche verkalken nach und nach – die Wischleistung lässt nach. Gerade dann, wenn das Wasser sehr hart ist und der Roboter nicht täglich zum Einsatz kommt, ist die Gefahr groß. Die Austrittsöffnung der Düsen und die Schläuche sind sehr fein und können rasch verstopfen.

Das Restwasser verdunstet in den Düsen und Schläuchen. Zurück bleibt Kalk, der viel weniger Wasser durchlässt, bis der Wischroboter schließlich ganz verstopft und extrem umständlich mit Kalkreinigern zu putzen ist. Hast du zu spät reagiert, kann es sogar sein, dass der Wischroboter nicht mehr zu retten ist.

Bei einem sehr hohen Kalkgehalt kann der Lappen auf Dauer also weniger Wasser ziehen und es schlechter verteilen. Wer einen selbstreinigenden Roboter verwendet, merkt zudem rasch, dass sich der Lappen schon nach kurzer Zeit anders anfühlt – eben härter, aufgrund des Kalkgehalts.

Nachteile von Leitungswasser im Wischroboter:

  • Düsen und Pumpen verstopfen,
  • Ventile verschließen sich,
  • Leistung des Roboters lässt nach,
  • Schlieren bilden sich am Boden.

Deshalb fülle ich in meinen Wischroboter destilliertes Wasser. Er läuft damit seit 3 Jahren problemlos jede Woche mindestens 1x.

Was muss ich machen, wenn ich kein kalkfreies Wasser für den Wischroboter habe?

Das hängt ganz davon ab, wie kalkhaltig dein Leitungswasser ist. In manchen Regionen enthält es so wenig Kalk, dass du auch Leitungswasser für die Geräte nutzen kannst. In anderen bildet sich innerhalb von 2 oder 3 Anwendungen eine deutlich sichtbare Kalkschicht.

Im Notfall kannst du auch kalkhaltiges Wasser nutzen – das sollte aber die Ausnahme bleiben. Entleere das Restwasser nach dem Putzvorgang vollständig aus dem Gerät und verwende beim nächsten Mal wieder destilliertes Wasser.

Welches Reinigungsmittel ist das Beste für den Wischroboter?

Bei leichten Verunreinigungen musst du gar kein Reinigungsmittel verwenden. Reines Wasser genügt dem Roboter dann meist vollkommen.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man das beste Ergebnis erzielt, wenn man für den Wischroboter destilliertes Wasser und Reinigungsmittel nutzt. Denn dann werden die Böden streifenfrei und trocknen schneller auf.

Bilden sich auch nach dem Einsatz von destilliertem Wasser und Reiniger Streifen, dann kann es sein, dass das Verhältnis zwischen Reiniger und Wasser nicht stimmt. Wer zu viel Reinigungsmittel verwendet, der riskiert, dass sich Schlieren bilden und der Boden klebrig wirkt.

Du musst nicht die teuren Reiniger der Hersteller kaufen. Es gibt inzwischen sehr gute Marken, die meiner Meinung nach sogar eine bessere Reinigungsleistung erzielen. Hier kannst du alles, über Reinigungsmittel für Wischroboter erfahren. 

Unsere Empfehlungen

  1. Heldengrün Öko Reiniger
  2. BotClean für Ecovacs
  3. WoldoClean Reinigungsmittel
  4. BiOHY Öko Reiniger
  5. PandaCleaner Bodenreiniger

Unser Fazit

Wer lange Freude mit seinem Haushaltshelfer haben möchte, der verwendet für den Wischroboter destilliertes Wasser. Da dieses Wasser vollkommen rein ist, lagert sich kein Kalk im Roboter, seinen Düsen, Schläuchen und Ventilen ab. Für Notfälle tut es auch Leitungswasser, vor allem dann, wenn es sehr kalkhaltig ist, sollte das aber die Ausnahme bleiben.

Viel Spaß mit deinem Bodenputzroboter!