Mähroboter und nasser Rasen: Das musst du wissen!

Mähroboter nasser Rasen mähen

Du fragst dich, ob dein Rasenmäher-Roboter während und direkt nach dem Regen mähen. Kann ein Mähroboter nasser Rasen geeignet sein? Hier bist du richtig. Ich erkläre dir alles, was du darüber wissen musst.

Gerade eben bist du aufgewacht und schaust aus dem Fenster. Schon wieder Regenwetter? Das ist der vierte Tag in Folge. Das Gras liebt das feuchtwarme Wetter und sprießt wie verrückt. Dabei sollte der Rasen dringend mal wieder gemäht werden.

Du möchtest die Regenpause nutzen und den Roboter schnell eine Runde fahren lassen. Gute oder schlechte Idee?

Kann der Roboter das schaffen, ohne dass er streikt oder gar steckenbleibt? Darf der Mähroboter nassen Rasen mähen? 🤔🌧️

So viel schon mal vorab: Ja, unter bestimmten Voraussetzungen kannst du dein Roboter feuchten Rasen mähen lassen. Es gibt jedoch Problemstellen im Garten, die du kennen und beachten solltest.

Ich möchte dir heute verraten, worauf du achten musst und zeige dir, warum nicht jeder Rasenroboter dafür taugt.

Kann ein Mähroboter nassen Rasen mähen?

Ein nasser Rasen stellt für die meisten Rasenmäher-Roboter kein Problem dar. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu gewöhnlichen Rasenmähern. Mit normalen Rasenmähern solltest du das Mähen eines nassen Rasens vermeiden.

Bei gewöhnlichen Rasenmähern ist der Rasen meistens schon ziemlich lang. Die Grashalme werden durch den Regen schwerer und hängen nach unten. Dadurch werden zu lange Grashalme nicht mehr gleichmäßig abgeschnitten.

Zusätzlich ist ein normaler Rasenmäher viel schwerer als ein Mähroboter. Dadurch kann die Wiese platt gedrückt werden. 🤷‍♀️🥲

Ein Roboter hat gegenüber einem klassischen Rasenmäher enorme Vorteile. Er ist leichter, mäht den Rasen mehrmals in der Woche und scheidet immer nur wenige Millimeter ab. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass Mähroboter bei nassem Rasen gut mähen können.

Aber Achtung: Unter manchen Bedingungen ist es eher nicht empfehlenswert, wenn dein Mähroboter bei Nässe mäht.

Ein interessanter Fakt: Manche Mähroboter von Husqvarna können nassen Rasen besser mähen als trockenen!

Gibt es Nachteile, wenn ein Mähroboter bei Nässe mäht?

Es gibt einige wenige Nachteile, wenn dein Rasenroboter eine nasse Wiese mäht. Das sind folgende:

  • Der Mähroboter wird bei nassen Rasen schneller dreckig. Er muss daher öfter gereinigt werden. Putze ihn direkt nach dem Mähen, bevor die Grashalme eintrocknen können.
  • Weicher Untergrund oder starke Steigungen im Garten können den Rasen beschädigen, weil der Roboter abrutschen kann.
  • Schlechtere Schnittleistung: Feuchtes Gras neigt dazu, am Mähwerk zu kleben. Das kann die Schnittleistung negativ beeinflussen. Obendrein kann es nach Starkregen platt gedrückt sein – der Roboter kann es dann nicht ordentlich erfassen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du den Rasen im Herbst mit dem Roboter mähen möchtest! Das Laub sorgt zusätzlich dafür, dass er schlechten Halt am Untergrund hat.

Rasenroboter reinigen nasses Gras
Nasse Grashalme können sich an der Unterseite des Roboters festsetzen. Du musst ihn regelmäßig davon befreien! Je frischer das Gras ist, desto einfacher geht es.

Welche Rasenroboter kommen mit Regen klar?

Es gibt ein paar Mähroboter, die entweder einen Regensensor haben, der sie auffordert, den Mähvorgang zu stoppen oder solche, die tatsächlich regenfest sind und bei Schlechtwetter mähen können.

Es gibt aber auch solche, die weder wasserfest sind noch einen Sensor haben, der sie zum Stoppen auffordert – von solchen Modellen solltest du die Finger lassen. 🙅‍♂️ Sie sind oft verlockend, weil sie günstig sind. Aber es lohnt sich, ein wenig mehr auszugeben.

Ich habe hier ein paar tolle Geräte für dich ausgesucht, die genau wissen, wie sei mit Schlechtwetter umzugehen haben:

Kann der Mähroboter bei nassem Rasen Schäden verursachen?

Dein Mähroboter wird durch das Mähen bei Nässe nicht beschädigt. Die schlechte Nachricht: Unter bestimmten Bedingungen kann dein Rasen ruiniert werden:

  • Durch die Nässe können Rasenmähroboter bei Steigungen abrutschen. Die Grasnarbe kann dadurch beschädigt werden.
  • Wenn dein Roboter ein zu hohes Gewicht hat, kann er sich in die Wiese eindrücken. Schuld daran ist aufgeweichter Boden.
  • Manche Bodenarten weichen bei Nässe besonders stark auf. Dein Mähroboter könnte Spurrillen verursachen.
  • Wenn eine Stelle bei Regen oft befahren wird, kann der Rasen beschädigt werden – etwa vor der Einfahrt zur Ladestation.

Steigungen im Garten

Du hast starke Steigungen im Garten? Du solltest herausfinden, wie sich dein Rasenmäher-Roboter an diesen Steigungen bei Nässe verhält. Wenn du bemerkst, dass er abrutscht, kann der Roboter die Grasnarbe beschädigen.

Wenn dein Roboter nur wenige Male abrutscht, wirst du keine Beschädigungen sehen. Aber wenn dein Rasenroboter mehrmals an derselben Stelle wegrutscht, kann es massiven Schaden verursachen.

Übrigens kann ein Mähroboter auch bei trockenem Rasen wegrutschen. Die Gefahr ist bei Nässe aber viel größer.

Lösungsvorschlag

Manche Hersteller bieten „Offroad-Kits“ an. Diese sorgen dafür, dass dein Gartenhelfer mit schwierigem Gelände besser zurechtkommt.

Ein solches Geländekit besteht meistens aus Reifen mit einem besseren Profil, Radbürstenhalter und Radbürsten. Die Steigungsleistung und andere Vorteile können enorm verbessert werden.

Einige Rasenroboter sind extra für steile Hänge gebaut und fühlen sich auf diesem Gelände so richtig wohl.

Tipp: Verlege an Stellen, an denen der Roboter immer wegrutscht, ein Rasenschutzgitter, damit die Räder mehr Haftung haben.
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Das Gitter wächst in den Rasen ein und ist später mit freiem Auge nicht mehr sichtbar.

 Schwere Roboter

Falls dein Roboter besonders schwer ist, kann der Rasen eingedrückt werden. Wenn es nur einmal geregnet hat, musst du dir keine Sorgen machen. Wenn der Boden fest ist, wird kein Schaden entstehen.

Zudem sind die Modelle so gebaut, dass die das Gewicht gleichmäßig verteilen.

Nach einer längeren Regenzeit kann der Rasen aber enorm aufweichen. Viel Regen hat noch einen weiteren Nachteil: Er sorgt dafür, dass der Rasen schneller wächst. Jetzt brauchst du den Rasenroboter erst recht. Wenn dein Mähroboter aber zu schwer ist, kann der Boden beschädigt werden.

Der Mähroboter kann tiefe Spuren und Löcher im Rasen verursachen.

Das Gewicht von Mährobotern kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt leichte Mähroboter mit einem Gewicht von 7 kg, aber auch schwere Modelle mit 50 kg. Die meisten Exemplare wiegen zwischen 8 und 16 kg.

Lösungsvorschlag

Es gibt Rasenschutzgitter, die das Aufwühlen des Bodens verhindern und dem Mähroboter besseren Halt geben. Diese Methode funktioniert besser und zuverlässiger als ein Offroad-Kit.

Diese Rasenschutzgitter bestehen aus Plastik und können auf den Rasen verlegt werden. Im Laufe der Zeit sind sie nicht mehr sichtbar, da sie in den Rasen einwachsen.

Die Rasenschutzgitter sorgen dafür, dass der Boden nicht mehr aufgewühlt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Rasenmäher-Roboter mehr Halt hat. Das Gitter kannst du auf geraden Flächen und Steigungen verlegen.

Besonders weiche Bodenarten

Es gibt Bodenarten, die bei Nässe besonders stark aufweichen. Daher kann ein Rasenmähroboter noch viel einfacher Spurrillen verursachen.

Wenn du einen sehr sandigen Boden hast, können auch leichtere Geräte Schäden verursachen. Falls du einen solchen Boden hast, solltest du herausfinden, ob der Mähroboter bei nassem Rasen Probleme verursacht.

Es gibt aber auch lehmige Böden, bei denen das Wasser nicht abrinnt, sondern lange auf der Wiese steht – auf solchen Flächen solltest du den Roboter nicht mähen lassen. Warte, bis das Wasser versickert.

Lösungsvorschlag

Bei zu weichen Böden sind Rasenschutzgitter gut geeignet. Durch das maschenartige Kunststoffgitter bekommt dein Gartenroboter besseren Halt und das Aufwühlen des Bodens wird verhindert.

Häufig befahrene Bereiche

Wenn eine Stelle zu stark beansprucht wird, kann ebenfalls Schaden entstehen. Dies ist etwa der Bereich vor der Ladestation. Er fährt hier immer ein und aus – oft mehrmals am Tag.

Durch das häufige Befahren kann besonders aufgeweichter Boden aufgewühlt werden.

Lösungsvorschlag

Auch hier sind Rasenschutzgitter die beste Lösung. Sie sind vor allem für den Bereich vor der Ladestation ideal geeignet.

Falls du eine Alternative zu Rasenschutzgittern suchst, könntest du Betonplatten oder Pflastersteine an den Problemstellen befestigen. Das funktioniert vor allem in ebenen Bereichen gut. Das schaut besser aus als ein komplett zerstörter Rasen.

Du kannst aber auch die Ladestation abseits des Rasens aufstellen!

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Mehr Informationen

Kann Nässe den Mähroboter beschädigen?

Die meisten Rasenmäher-Roboter können eine nasse Wiese mähen, weil sie wasserfest sind. Einige können sogar bei Regen ihre Arbeit verrichten. Sehr viele Mähroboter sind inzwischen hervorragend vor Wasser geschützt.

Es gibt aber auch Roboter, die nicht hundertprozentig wasserfest sind, sie sind oft mit einem Sensor ausgestattet, der sie davor warnt und bei Regen in die Garage navigiert.

Ältere Modelle oder günstige Mähroboter sind oft weder wasserfest noch haben sie einen Regensensor. Du musst sie manuell ausschalten und vor zu viel Wasser schützen. Eine App haben die meisten dieser Geräte leider nicht. Vielleicht wird es mal Zeit für einen neuen Mähroboter?

Wenn es hagelt, stürmt oder alles unter Wasser steht, rate ich dir ganz entschieden vom Mähen ab.

Mein Kollege Ernst hat zum Thema Rasenroboter und Regen bereits einen ausführlichen Artikel veröffentlicht. Hier erfährst du, was du bei Gewittern machen musst und die der Regensensor funktioniert. Außerdem gibt es nützliche Tipps und hilfreiche Informationen.

Achtung! Auf der Unterseite sind die meisten Mähroboter ungeschützt. Wenn dein Roboter auf eine Sprinkleranlage fährt, sich festfährt und ordentlich Wasser abbekommt, kann er beschädigt werden.
Mähroboter nasser Rasen
Einige Mähroboter bewegen sich problemlos auf nassem Rasen, andere stoßen an ihre Grenzen.

Sind Rasenmäher-Roboter mit Regensensor besser?

Es gibt Roboter mit einem eingebauten Regensensor. Diese Sensoren können unterschiedliche Funktionen haben. Einige Modelle könne damit erkennen, ob die Wiese nass ist und andere, ob es gerade in diesem Moment regnet. Du kannst bei beiden Arten von Regensensoren einstellen, dass nasser Rasen nicht gemäht werden soll.

Das ist in sehr vielen Fällen sinnvoll. Ältere Roboter waren nicht wasserfest und hatten keinen Sensor. Sie fuhren also bei Schlechtwetter einfach ins Freie und sind dann wortwörtlich abgesoffen. Die Elektronik wurde beschädigt und man musste immer schnell nach Hause, um den Roboter zu retten.

Viele neue Mähroboter sind vor Wasser geschützt. Daher brauchst du dir bei Regenwetter keine Sorgen um deinen Gartenhelfer zu machen.

Ein Regensensor ist dennoch sinnvoll, wenn dein Garten etwa hügelig ist oder wenn das Wasser schlecht versickert. Dann machst du mit dem Kauf eines Roboters mit Regensensor nichts falsch.

Beachte aber: Wenn es mehrere Tage lang regnet, wächst der Rasen besonders schnell. Und wenn du in dieser Zeit den Rasen nicht mähst, könnte er zu lang für den Mähroboter werden.

Es kann also vorkommen, dass die Wiese zu hoch ist, wenn sie wieder trocken ist. Dann musst du erst wieder händisch ran.

Die besten Tipps für den Umgang mit nassem Rasen

Auch wenn Mähroboter nasser Rasen geeignet sind, kann es für dich viel mehr Reinigungsaufwand bedeuten. Einige Modelle hinterlassen Spuren im Gras, andere fahren sich in Matsch fest.

Selbst für wasserfeste Rasenroboter kann es deshalb manchmal besser sein, wenn du sie erst mal eine Pause einlegen lässt.

Mähzeiten anpassen

Neue Mähroboter haben alle eine App, über die sie sich steuern lassen. Du kannst einstellen, wann sie fahren sollen und wann nicht. Wenn du merkst, dass es sehr nass draußen ist oder Regen ansteht, dann lasse den Roboter eine Pause machen.

Versuche den Roboter im Idealfall nur mähen zu lassen, wenn der Rasen trocken ist. Viele Apps lassen sich auch von unterwegs aus bedienen.

Bodenhaftung verbessern

Der Rasen ist feucht, aber nicht vollkommen nasse. Deshalb möchtest du deinen Mähroboter den nassen Rasen kürzen lassen. Damit der Roboter eine bessere Haftung hat, kannst du drei Maßnahmen ergreifen.

  1. Reifenprofil prüfen: Es gibt spezielle Reifen für Hügel und Hänge. Sie haben ein tiefes Profil – ähnlich wie Winterstiefel und verhindern, dass der Roboter wegrutscht. Nach der Zeit können aber auch solche Reifen abnutzen und müssen getauscht werden.
  2. Grasmatte verlegen: Eine Grasmatte verhindert, dass der Roboter auf Hängen wegrutscht. Sie wächst nach der Zeit in die Grasnarbe ein und ist nicht mehr zu sehen. Ideal für steile Hänge.
  3. Gewicht anbringen: Sehr leichte Mähroboter neigen dazu bei Hängen wegzurutschen, weil sie zu leicht sind. Bei einigen Modellen kann man deshalb zusätzliche Gewichte anbringen, damit die Bodenhaftung erhöht wird.

Roboter regelmäßig warten

Wenn du nassen Rasen mähen lässt, dann achte ganz besonders auf regelmäßige Wartung und Reinigung. Nasse, geschnittene Grashalme kleben sich überall fest und können für Probleme sorgen. Sie können das Mähwerk verstopfen, die Klingen schneller stumpf werden lassen und die Sensoren verdrecken.

Deshalb musst du den Roboter unbedingt gründlich reinigen, wenn er nasse Halme geschnitten hat:

  • Reinige das Mähwerk mit einer Bürste und Wasser
  • Kontrolliere und tausche die Messer, falls nötig. Achte auf Beschädigungen und Abnutzung.
  • Reinige die Räder und entferne die Grashalme, damit der Roboter Haftung auf dem Boden hat.
  • Putze die Sensoren ab, damit dein Roboter sich auch weiterhin zurechtfinden kann.

Mein Fazit

Noch vor wenigen Minuten hast du bei Google nach „Mähroboter nasser Rasen“ gesucht. Jetzt bist du ein Profi rund um dieses Thema. Grundsätzlich brauchst du dir keine Sorgen machen, wenn dein Mähroboter bei Regenwetter seiner Arbeit nachgeht.

Unter gewissen Umständen kann dein Roboter Schäden an deiner Wiese verursachen. Ein Beispiel ist zu starke Steigung oder ein zu sehr aufgeweichter Boden. Dabei kann ein Rasenschutzgitter helfen.

Ich hoffe, dass ich alle deine Fragen rund um das Thema  „Mähroboter nasser Rasen“ beantworten konnte. Wenn du noch welche hast, dann hinterlasse mir einfach einen Kommentar! 😊

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