Wie lange soll man den Mähroboter im Herbst fahren lassen? (2022)

Wie lange Mähroboter fahren lassen Herbst

Tschüss, lieber Sommer! Jetzt beginnen die letzten Arbeiten im Garten. Das Gemüse und Obst will geerntet werden, Blumen werden zurückgeschnitten. Aber wie lange soll man den Mähroboter im Herbst fahren lassen? Und wie lange muss man den Rasen überhaupt mähen?

Die Blätter beginnen sich zu verfärben und die Temperaturen sinken. Der Herbst hält langsam aber sicher Einzug in unser Leben. Das zeigt sich auch in unseren Gärten, wo sich die Rasenmäher-Saison langsam dem Ende neigt.

Aber was ist mit dem Roboter-Rasenmäher? Wie lange soll man den Mähroboter im Herbst fahren lassen und kommt er mit der Jahreszeit überhaupt zurecht? Lohnt es sich überhaupt noch? In diesem Blog-Beitrag werden wir all diese Fragen und noch mehr beantworten!

Wenn die Nächte kühler werden, hört auch der Rasen auf, schnell zu wachsen. Hat es nachts öfter weniger als 15 Grad, tritt dieser Effekt ein. Schön langsam stellt sich daher die Frage, bis wann im Herbst man den Mähroboter noch mähen lassen soll.

Kann man den Zeitpunkt an einem bestimmten Monat festmachen oder woran soll man sich am besten orientieren?

Wie du siehst, dreht sich heute alles um den herbstlichen Rasen und seine Pflege.

Wie lange im Herbst soll ich den Mähroboter fahren lassen?

Der Rasenmähroboter sollte den Rasen im Herbst bis etwa Mitte, Ende Oktober mähen, wenn die Temperatur tagsüber nicht mehr über 6° Celsius steigt. Der genaue Zeitpunkt hängt stark von der Region ab. Spätestens, wenn es nachts Frost gibt, sollte der Mähroboter in den Winterschlaf versetzt werden.

Ein weit verbreiteter Irrglaube unter Gärtnerinnen und Gärtnern ist, dass das Rasenmähen ab September vernachlässigt werden kann, weil sich das Wachstum verlangsamt und sie nicht so viel Zeit im Freien verbringen können. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall!

Ja, das Mähen deines Rasens ist vielleicht das Letzte, woran du denkst, wenn der Herbst beginnt, aber es ist tatsächlich eine wichtige Zeit im Jahr für die Rasenpflege. Mähe weiter, bis sich das Wachstum deutlich verlangsamt. Das wird sich im Frühjahr auszahlen, wenn ein gepflegter Rasen eines der ersten Dinge ist, die du im Freien bemerken kannst.

Denn im Herbst hört der Rasen nicht einfach auf zu wachsen und geht in den Ruhezustand über, sondern er verlängert sein Wachstum lediglich. Zumindest so lange, bis die Wetterbedingungen keine ausreichenden Wachstumsbedingungen mehr bieten. Der Rasen kann sich noch bis zu vier Wochen lang weiterentwickeln, wenn die Temperaturen tagsüber über 6 °C liegen.

Sollte es tagelang regnen und der Rasen sehr feucht sein, ist das ebenfalls nicht gut für den Robotermäher. Wenn es nachts regelmäßig Frost gibt oder die Temperaturen tagsüber unter 6 °C fallen, geht der Rasen langsam in den Winterschlaf und stellt das Wachstum ein.

Deshalb solltest du den Rasenmäherroboter seine Arbeit machen lassen, indem du den Rasen im Herbst lange genug mähst. Je nach Standort wächst das Gras in der Regel noch bis Mitte Oktober oder sogar noch später.

Danach solltest du allerdings nicht mehr lange warten, um den Mähroboter zu überwintern. Die nächtlichen Minusgrade sind nicht gut für deinen Mähroboter. Hier erfährst du, wie du deinen Mähroboter richtig winterfest machst.

Wichtig: Passe die Mähzeiten im Herbst an!

Ein Tipp für alle, die einen Mähroboter haben: Bitte passe die Mähzeit an. Im Herbst, gegen 15 Uhr, ziehen junge Igel durch die Gärten, um sich als Vorbereitung auf den Winterschlaf Fett anzufressen. Es wäre schade, wenn noch mehr von ihnen den Klingen deines Mähers zum Opfer fallen würden.

Wer tierfreundlich ist, kann abends Futter für Igel in den Garten stellen. Sie lieben feuchtes Katzenfutter – achte aber darauf, dass es ohne Weizen auskommt! Igel dürfen kein Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse, Rosinen, Vogelfutter und Milchprodukte essen. Ebenso darfst du ihnen keine Babygläschen, Essensreste oder Brot geben! Sie freuen sich dagegen über Igelfutter, Katzenfutter oder getrocknete Insekten.

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Welche Probleme haben Mähroboter im Herbst?

Wenn du dich fragst, wie lange du den Mähroboter im Herbst fahren lassen sollst, wirf einen Blick in den Garten und aufs Wetter. Die Robotermäher haben nämlich zwei besonders große Feinde: Laub & Fallobst sowie Feuchtigkeit.

Fallobst und Laub

Das größte Problem für Mähroboter im Herbst sind Fallobst und Laub. Vor allem große Mengen davon sorgen für unüberwindbare Hindernisse. Am besten sammelst du die Früchte und Blätter vor dem Mähen von Hand, mit einem Rechen oder mit einem Laubsauger ein.

Wenn du einen normalen Rasenmäher hast, kannst du das Laub und das Obst einfach zerhäckseln, wenn es nicht zu groß ist. Das Gleiche gilt für Mähroboter mit Sternklingen – sie zerkleinern alles.

Wenn du jedoch riesige Mengen an Laub hast, solltest du die Laubschicht von deinem Rasen entfernen. Das Problem ist nämlich, dass zu viel davon entsteht. Das wird nicht nur für den Mähroboter im Herbst problematisch, sondern auch für den Rasen, der den ganzen Laubmulch nicht verwerten kann. Die vielen zerkleinerten Blätter können den Rasen bedecken und am Wachstum hindern.

Die meisten Mähroboter verwenden Messerteller. Du kannst dir das wie eine Drehscheibe mit mehreren scharfen kleinen Klingen vorstellen. Sie bewegen sich frei und werden durch die Fliehkraft beim Mähen nach außen gedrückt. Messerteller lassen deshalb Laub und Fallobst einfach liegen – das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend.

Außerdem sind Fallobst und Blätter oft nass, was bedeutet, dass sie zu einer klebrigen Pampe werden, die die Messer verstopft. Das kann dazu führen, dass die Klingen des Mähroboters schnell stumpf werden.

Die Blätter können sogar die Sensoren des Mähroboters blockieren, sodass er nicht weiß, wo die Rasenkante ist und Orientierungsprobleme bekommt.

Feuchtigkeit

Ein weiteres Problem ist die zunehmende Nässe, wenn es mehr regnet. Hier können mehrere Dinge zu einem Problem werden. Besonders schwere Mähroboter sollten nicht mähen, wenn es nass ist, da sie den nassen Boden zu sehr zusammendrücken und verdichten bzw. aufwühlen. Die gute Nachricht für alle, die einen sehr großen und schweren Robotermäher besitzen: Sie haben in der Regel einen Regensensor, der die Feuchtigkeit erkennt und verhindert, dass dein Rasen gemäht wird.

Die Kombination aus viel Laub und Feuchtigkeit kann zum Beispiel dazu führen, dass die Räder deines Mähroboters nicht mehr einwandfrei arbeiten und schließlich blockieren. Gleichzeitig kann ein Mähroboter aber auch leichter auf dem Laub rutschen oder sogar stecken bleiben.

Das Problem mit der Feuchtigkeit verstärkt sich auf unebenen Grundstücken und Flächen mit Steigungen noch weiter.

Worauf muss man bei der Rasenpflege im Herbst achten?

Wenn du im nächsten Frühjahr einen grünen und gesunden Rasen haben möchtest, solltest du ihm jetzt die nötige Aufmerksamkeit schenken. Wenn du deinen Rasen diesen Herbst pflegst, kannst du verhindern, dass braune Flecken, Moos und Unebenheiten entstehen.

Vermeide Mähen an sehr feuchten Tagen

Egal, ob der Mähroboter im Herbst seine Runden zieht oder du zum klassischen Rasenmäher greifst: vermeide die Arbeit am Grad an sehr nassen Tagen.

Nasses Schnittgut kann deinen Rasenmäher verstopfen und die Verdichtung des nassen Bodens kann es den Pflanzen erschweren, Nährstoffe aufzunehmen. Mähe deinen Rasen zum letzten Mal, wenn es nachts kalt wird.

Die besten Tipps für den letzten Rasenschnitt im Jahr

  • Der Rasen geht etwa Mitte Oktober in den Winterschlaf. Danach muss er nicht mehr gemäht werden.
  • Beim letzten Schnitt der Saison nimmst du etwa einen halben Zentimeter mehr weg als sonst. Eine Länge von 4 Zentimetern ist optimal, um gut durch den Winter zu kommen. Auf diese Weise drückt der Schnee die Stängel nicht bis zum Boden, was das Wachstum von Pilzen und Krankheiten fördern könnte.
  • Damit du im Frühjahr keine bösen Überraschungen erlebst, solltest du jetzt alle Schnittreste entfernen. Das gilt auch für Herbstlaub und Fallobst.
  • Eine gute Kaliumdüngung unterstützt die Abwehrkräfte deiner Pflanzen. Von Düngemitteln mit hohem Stickstoffgehalt solltest du dich jedoch fernhalten, da sie das Pflanzenwachstum nur anregen.
  • Wenn du im Frühjahr einen schönen Rasen haben willst, solltest du dir diesen Winter etwas mehr Mühe geben!

Wie wintere ich den Mähroboter ein?

Ist der Rasen zum letzten Mal gemäht, heißt es für den Rasenmähroboter: ab ins Winterquartier! Davor solltest du den Rasen noch ein letztes Mal auf etwa 4 cm Höhe mähen.

Anschließend musst du den Mähroboter richtig gründlich reinigen. Also nicht nur die Klingen und die Karosserie, sondern auch Radachse, Fugen und Co. Hier erfährst du, wie du in 7 einfachen Schritten vorgehst.

Die Ladestation muss vor dem Winter abgebaut und gereinigt werden. Wenn du sie nicht drinnen lagern kannst, decke sie einfach draußen ab. Denke daran, die Stromversorgung den ganzen Winter über angeschlossen zu lassen, damit die Elektronik nicht einfriert!

Befolge diese 4 Schritte bei der Einwinterung des Rasenroboters:

  1. Rasen kurz mähen
  2. Akku des Roboters voll aufladen
  3. Roboter gründlich reinigen
  4. Abbau der Ladestation
  5. Frostfreie Lagerung im Keller oder der Garage

Eine ganz genaue Anleitung, wie du den Mähroboter in 5 Schritten winterfest machen kannst, findest du hier.

Unser Fazit

Wie lange Mähroboter fahren lassen im Herbst? Die Antwort ist rasch gefunden: bis etwa Mitte Oktober. Danach geht der Rasen in den Winterschlaf und muss nicht mehr gemäht werden. Bis dahin solltest du den Rasen regelmäßig von Laub und Fallobst befreien, um den Rasenmähroboter die Arbeit zu erleichtern.

Passe zudem die Mähzeiten an, um Igel vor den scharfen Klingen zu schützen! Bevor der Mähroboter eingewintert wird, musst du ihn noch mal sehr gut reinigen und den Akku aufladen.

Alles Gute für dich und deinen Rasen!