Wie funktioniert ein Saugroboter? (2022)

Wie funktioniert ein Saugroboter

Du möchtest dir einen Staubsaugroboter zulegen und fragst dich, wie die Technik hinter dem Haushaltshelfer abläuft? Wie funktioniert ein Saugroboter eigentlich? Das erfährst du hier!

Seit den 50er-Jahren kommen immer mehr Haushaltsgeräte auf den Markt, die für eine Entlastung im Alltag sorgen. Waschmaschine, Kühlschrank, Spülmaschine und Co. nehmen uns schwere Arbeiten ab.

Der Staubsaugroboter ist die aktuelle technische Neuerung, die das häusliche Miteinander umgestaltet. Die Geräte sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie auch unter anspruchsvollen Bedingungen eine effektive und umfassende Reinigung durchführen.

Denn die Hersteller perfektionierten in den letzten Jahren besonders die Navigation und die Flexibilität der digitalen Helfer. Grund genug, sich die Saugroboter Funktionsweise und die einzelnen Komponenten einmal genauer anzusehen.

Wenn du dich immer gefragt hast: Wie funktioniert dein Saugroboter eigentlich? Dann bist du hier richtig!

Was ist ein Saugroboter?

Ein Saugroboter ist ein Haushaltshelfer, auf den man nicht mehr verzichten möchte, wenn man ihn erst mal im Einsatz hatte. Das kleine technische Gerät nimmt Staub auf und sammelt ihn in einem Behälter. Diesen musst du dann nur noch entleeren.

Herkömmliche Staubsauger sind darauf angewiesen, dass sie jemand zunächst auf dem Teppich oder Boden herumführt. Du musst also aktiv werden und mit dem Gerät durch das ganze Haus gehen. Du musst dich bücken, um unter das Bett zu gelangen.

Genau das nimmt dir der Staubsaugerroboter ab. Er sorgt für Sauberkeit auf allen Zimmerböden und das vollkommen autonom. Die Hausgenossen sparen einiges an Zeit, in der du sinnvolleren Tätigkeiten nachgehen kannst.

Es gibt inzwischen ziemlich smarte Modelle, die ihren Staubbehälter selbst entleeren, den Boden zusätzlich wischen und Karten der Wohnfläche erstellen, um effizient zu reinigen.

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Wie funktioniert ein Saugroboter?

Das Prinzip des Saugroboters entspricht den traditionellen Staubsaugern. Eine Bodendüse saugt Schmutz und Staub vom Boden auf, der Unrat sammelt sich im Auffangbehälter. Die meisten Geräte sind inzwischen mit einem HEPA- oder Feinstaubfilter ausgestattet und eignen sich deshalb auch für Allergiker.

Die Bürsten befinden sich vorne an den Seiten des Gehäuses. Ihre langen Borsten lösen den Schmutz aus den Zimmerecken, um Möbelfüße und Stuhlbeine herum, damit der Roboter ihn aufnehmen kann.

Die digitalen Sauger sind rund und äußerst kompakt. Ihr Durchmesser beträgt etwa 30 Zentimeter. Damit sie auch unter den Möbeln herfahren können, erreichen die Staubsaugroboter in der Höhe selten mehr als zehn bis zwölf Zentimeter. Es gibt extra niedrige Modelle, die gerade mal sechs Zentimeter hoch sind und perfekt für das Putzen unter Kästen und Sofas geeignet sind.

Manche Saugroboter verfügen zusätzlich über eine Wischfunktion. Um sie nutzten zu können, befestigst du ein spezielles Wischtuch unten am Gerät. Über den integrierten Wassertank erhält der Roboter Reinigungsmittel und Wasser.

Flott unterwegs: Der Antrieb

Damit der Saugroboter seinen Aufgaben nachkommen kann, versorgt ihn ein Elektromotor mit der nötigen Energie. Der Akku stellt den dazu erforderlichen Strom zur Verfügung.

Der Motor bewegt die beiden Antriebsräder, die sich unten im Gehäuse befinden. Im Frontbereich lenkt ein kleineres Rad die Saugmaschine in die gewünschte Richtung. Aufgrund seiner ausreichenden Bodenfreiheit fährt das Gerät ohne Probleme über Teppichkanten, Kabel oder Türschwellen.

Die Bedienung: Per Schalter, Fernbedienung oder App

Wie bei modernen Haushaltsgeräten üblich, ist auch die Bedienung eines Staubsaugroboters einfach und praktisch. Auf jedem Modell findest du an der Oberseite einen Kipp- oder Tastschalter für das Aus- und Einschalten. Für die Steuerung stehen dir Fernbedienung oder App zur Verfügung oder du aktivierst das Gerät direkt.

Einige Hersteller liefern eine Fernbedienung mit, die zusätzliche Funktion hat. Du kannst damit Reinigungsprogramme festlegen oder den Roboter starten.

Ein Timer gehört zur Grundausstattung der Fernbedienung (und auch der App). Mit ihm legst du die Zeiten fest, an denen die Reinigung stattfinden soll. So schaltet sich der Sauger jeden Tag zur selben Zeit ein, während du bei der Arbeit bist.

Schließlich bleibt noch die Steuerung über eine App in Verbindung mit einem Smartphone oder einem Tablett als dritte Option. Die Kommunikation findet dann über eine WLAN-Verbindung statt. So kannst du das Gerät auch von unterwegs ein- oder ausschalten oder eine neue Programmierung vornehmen. Eine Steuerung per Sprachbefehl ist heute ebenfalls keine Seltenheit (Alexa und andere).

Flexibel mit der App-Steuerung

Die Apps für den digitalen Helfer bieten einige Vorteile. Bei einer bestehenden Internetverbindung kannst du deinen Staubsaugroboter sogar starten, wenn du gar nicht anwesend bist. Noch während einem Meeting ergeht der Saugbefehl an die agile Haushaltshilfe, und am Nachmittag ist die Arbeit getan – im Büro und auch zu Hause.

Fährst du in den Urlaub, lässt du den Roboter einfach einen Tag vor dem Nachhausekommen noch mal saubermachen.

Außerdem kannst du über die App die Saugleistung regulieren. Bei einer guten Ausstattung bietet dir die Software sogar die Möglichkeit, die Reinigung einzelner Zonen anzupassen oder virtuelle Grenzen zu bestimmen. Bei einigen Modellen kannst du sogar mehrere Karten abspeichern, etwa wenn mehrere Etagen gereinigt werden sollen.

Sogar Roboter der unteren Preisklasse lassen sich heute über das Internet steuern. Die Ausgestaltung der Software ist aber vom Hersteller abhängig. Bei preiswerten Saugern sparen die Hersteller gerne mal am Funktionsumfang der App-Steuerung. Die Unterschiede können sehr stark ausfallen.

Wie navigiert ein Saugroboter?

Nun aber zum Kern unserer Frage: Wie funktioniert ein Saugroboter? Die Navigation der Maschinen ist das eigentliche Phänomen, das den Nutzer in Staunen versetzt. Aber das technische Wunder verliert seine Faszination, wenn wir uns den „Innereien“ der Maschine zuwenden.

Stets gut informiert: die Sensoren

Eine Waschmaschine führt an Ort und Stelle stets die gleichen Abläufe aus. Der Saugroboter steht jedoch vor besonderen Herausforderungen. Denn er bewegt sich frei im Raum, und die Gegebenheiten sind immer wieder andere. Er muss sich immer wieder aufs Neue anpassen.

Die Bewohner verrücken Stühle und auch mal das gesamte Mobiliar, verteilen Schuhe und Kleidungsstücke im Zimmer. Kinder lassen Spielsachen kreuz und quer herumliegen, der Hund kann ebenfalls keine Ordnung halten.

Der Sauger muss die Gegenstände zunächst erfassen, wenn er sie umfahren will. Er reagiert deshalb auf jede Veränderung und ändert seinen „Putzplan“ entsprechend. Er weiß sehr genau, wo er bereits war und was er noch vor sich hat. Die notwendigen Informationen erhält er von einer Vielzahl von elektronischen und mechanischen Sensoren, die den menschlichen Sinnen nachempfunden sind.

Wie unsere Haut bei Berührungen Gegenstände wahrnimmt, so nehmen besondere Berührungs- oder Kontaktsensoren Gegenstände wahr, gegen die der Roboter gefahren ist. Denn eine flexible Stoßstange umgibt das Gehäuse, die sich bei einer Berührung nach hinten verschiebt. Das signalisiert dem Roboter, dass er an ein Hindernis gestoßen ist, und er ändert seine Fahrtrichtung.

Mit Infrarot und Laserstrahl

Bei modernen und hochwertigen Modellen finden sich zusätzliche Infrarot- oder Näherungssensoren. Sie erkennen ein Hindernis sogar ohne Berührung. Deshalb stoßen sie erst gar nicht an und schonen das Mobiliar. Du solltest sie allerdings staubfrei halten, sonst funktionieren sie nicht einwandfrei.

Gute Saugroboter verfügen zusätzlich über weitere Sensoren auf ihrer Unterseite. Die Cliff-Sensoren (Absturz-Sensoren) erkennen Absätze und Treppen, damit das Gerät nicht herunterfällt.

Hochwertige Ausführungen bieten außerdem Dirt-Detect-Sensoren. Diese erkennen besonders verschmutzte Bereiche, die der Roboter dann mehrfach anfährt. Widerstandssensoren erkennen unüberwindliche Hindernisse und schalten den Saugroboter ab. Damit verhindert die Software Beschädigungen an Gegenständen oder am Gerät selbst.

Einige Modelle sind mit einem Laser ausgestattet, damit sie sich in der Umgebung zurechtfinden. Man erkennt sie an einem kleinen Turm oben auf dem Roboter. Der Laserstrahl funktioniert entweder auf Infrarot- oder auf Ultraschall-Basis und erfasst den Raum sowie vorhandene Hindernisse.

Andere Hersteller setzen auf Kameras. Dann orientiert sich das Computerprogramm an der Decke des Raums. Die Software erstellt und speichert eine virtuelle Ansicht des Arbeitsbereichs als Grundlage für die Navigation.

Ein weiteres Verfahren ist die Gyroskop-Navigation. Dann zählt das Programm die Umdrehungen der Räder ab der Ladestation und weiß auch mit dieser Methode immer genau, wo sich der Roboter befindet.

Wild und frei: Die Bewegungsmuster

Der Preisklasse entsprechend gibt es unterschiedliche Methoden, mit denen der Roboter die Arbeiten durchführt. Die kostengünstigen Geräte arbeiten verschiedene einprogrammierte Bewegungsmuster immer wieder ab.

Trifft der digitale Helfer auf ein störendes Hindernis, bricht er das aktuelle Muster ab und wechselt zu einem anderen. Mehr oder weniger bestimmt bei diesem Verfahren der Zufall, wie sich der Staubsaugerroboter bewegt und wo er putzt. Manche Bereiche säubert er gleich mehrfach, andere lässt er vollkommen aus.

Mapping als Alternative

Bei dieser Methode merkt sich die Software den Raum und seine Besonderheiten. Das Gerät erkennt schließlich Wände oder Hindernisse, und ein Computerprogramm berechnet, wo die Reinigung bereits stattgefunden hat und wo nicht.

Einige Saugroboter verfügen zusätzlich über eine Kamera, die das Verfahren unterstützt. Sie fotografiert die Zimmerdecke und legt zur Orientierung eine Karte des Raums an.

Virtuelle Wände

Gut ausgestattete Reinigungsgeräte ermöglichen es, den Saugvorgang einzugrenzen oder zu strukturieren. Mit virtuellen Wänden kannst du bestimmte Bereiche der Wohnung von der Reinigung ausschließen. Eine „Virtual Wall“ sperrt ganze Zimmeranschnitte – das ist vor allem in der Nähe von Futternäpfen sehr praktisch.

Man nennt diese Funktion oft auch „No-go-Areas“.

Reinigungszyklen

Wie funktioniert ein Saugroboter Reinigungszyklus? Diesen kannst du selbst festlegen, entweder über die Fernbedienung oder über die App. Durch den entsprechenden Befehl fährt das Gerät ein spiralförmiges Muster, im Zickzack oder in einer anderen Formation. Du kannst den Roboter separat eine Runde entlang der Randleisten saugen lassen.

Tipp: Der Saugroboter kommt zwar auch in deiner Abwesenheit seinen Aufgaben nach. Bist du aber zu Hause, sollte dich das fidele Putzgerät während des Putzens nicht unnötig stören.

Die Betriebslautstärke liegt meist bei 50 bis 67 Dezibel, was einem entspannten Gespräch entspricht oder einem Fernseher mit Zimmerlautstärke. Vor allem günstige Modelle können sehr laut ausfallen.

Wie funktioniert ein Saugroboter Akku?

Die Kapazität des Akkus reicht für eine Aktivität von drei bis sechs Stunden. In aktuellen Geräten befindet sich ein Stromspeicher mit Lithium-Ionen-Technologie. Teilladungen sind also möglich, eine Software verhindert die gefürchtete Tiefenentladung oder auch ein Überladen.

Sobald der Roboter den Boden gereinigt hat, kehrt er zur Ladestation zurück und lädt den Akku wieder voll. Gute Geräte legen eine Pause ein, wenn der Akku schwach wird und machen sich später genau an der Stelle wieder an die Arbeit.

Die meisten Roboter sind mit einer besonderen Ladefunktion ausgestattet. Ein Infrarot-Strahl leitet das Gerät bei niedrigem Akku-Stand zurück zum Aufladen. Bei hochpreisigen Modellen ist in der Ladestation eine zusätzliche Automatik integriert, die automatisch den Staubbehälter leert.

Tipps für den Einsatz

Damit der Staubsauger effizient zu Werke geht, sind ein paar Tipps hilfreich.

Beim ersten Einsatz zeigt sich, welche Hindernisse für den Haushaltshelfer unüberwindbar sind. Begleite also den Saubermann auf seiner allerersten Tour, so kannst du bestimmte Bereiche sperren oder Hürden entfernen. Wie funktioniert ein Saugroboter bei Türschwellen? Die wenigsten Geräte kommen mit großen Höhenunterschieden zurecht. Schwellen kannst du mit einer kleinen Rampe ausstatten oder die betroffenen Räume als Letztes anfahren lassen.

Den Auffangbehälter bitte nach jeder Reinigung ausleeren. Anderenfalls stellt die Maschine irgendwann die Arbeit ein, weil die Kapazitäten erschöpft sind. Die neueste Version der Roboter hat in der Ladestation einen Staubfangbehälter, in der Haare, Staub und Co automatisch abgesaugt werden.

Auch den HEPA-Filter regelmäßig reinigen, sonst lässt die Saugkraft nach.

Wer auf seinen Stromverbrauch achtet und gerne den Stecker zieht, sollte beim Saugroboter eine Ausnahme machen. Die modernen Ladestationen erhalten durch ein spezielles Lade-Management die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Stromspeichers.

Unser Fazit

Der Staubsaugroboter hat sich in so ziemlich jedem deutschen Haushalten etabliert. Wer einer Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt ausgesetzt ist, weiß die agilen Haushaltshilfen besonders zu schätzen. Wie funktioniert ein Saugroboter, wenn nicht über zahlreiche Sensoren und ausgeklügelte Technik.

Jetzt, wo du weißt, was in deinem kleinen Staubsaugerroboter alles an Technik verbaut ist, hat er sich doch bestimmt einen passenden Saugroboter-Namen verdient.